Infrastruktur: ein Renditetreiber
Infrastrukturfonds gewinnen in den Portfolios von Pensionskassen zunehmend an Bedeutung. Doch was steckt eigentlich hinter diesen Anlagen? Welche Vorteile bieten sie und welche Risiken gilt es zu berücksichtigen? Joël Batista, Key Account Manager bei FCT Services SA, beleuchtet diese Anlageklasse anhand von sechs zentralen Fragen und erklärt, wie sie für Pensionskassen jeder Grösse zugänglich gemacht werden kann.
1. Was versteht man unter Infrastrukturinvestitionen?
Infrastrukturinvestitionen umfassen die Finanzierung oder den Erwerb von Anlagen, die für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Dazu zählen beispielsweise Stromnetze, Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Strassen, Flughäfen, Daten- und Telekommunikationsinfrastrukturen sowie Wasserversorgungsnetze.
Diese Anlagen stellen grundlegende Dienstleistungen bereit und können langfristig vergleichsweise stabile Erträge erwirtschaften.
2. Seit wann gelten Infrastrukturinvestitionen als eigenständige Anlageklasse für Schweizer Pensionskassen?
Bis vor wenigen Jahren wurden Infrastrukturinvestitionen den alternativen Anlagen zugerechnet. Mit der am 1. Oktober 2020 in Kraft getretenen Änderung der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) schuf der Bundesrat eine eigene Anlagekategorie für «Anlagen in Infrastrukturen».
Seither können Schweizer Vorsorgeeinrichtungen bis zu 10 % ihres Vermögens in dieser Anlagekategorie investieren. Diese Anpassung trägt der wachsenden Bedeutung von Infrastrukturinvestitionen und ihrem langfristigen Anlagehorizont Rechnung.
3. Welche Risiken sind mit Infrastrukturinvestitionen verbunden?
Wie jede Anlageklasse sind auch Infrastrukturinvestitionen mit Risiken verbunden. Nicht kotierte Anlagen sind in der Regel weniger liquide als Aktien oder Anleihen und können daher nicht jederzeit kurzfristig veräussert werden.
Da Infrastrukturprojekte häufig international ausgerichtet sind, können zudem Wechselkursschwankungen das Anlageergebnis beeinflussen, sofern keine entsprechende Währungsabsicherung besteht.
Weitere Risiken können sich aus regulatorischen oder wirtschaftlichen Veränderungen in den jeweiligen Branchen sowie aus der politischen Stabilität der Länder ergeben, in denen sich die Infrastruktur befindet.
4. Welche Vorteile bieten Infrastrukturinvestitionen?
Infrastrukturinvestitionen weisen verschiedene Eigenschaften auf, die für institutionelle Anleger besonders attraktiv sind. Sie ermöglichen eine zusätzliche Diversifikation des Portfolios, da ihre Wertentwicklung häufig weniger stark mit den traditionellen Finanzmärkten zusammenhängt.
Die Erträge können vergleichsweise stabil ausfallen und teilweise an die Inflation gekoppelt sein. Gleichzeitig besteht langfristig attraktives Renditepotenzial, während das investierte Kapital der Finanzierung wirtschaftlich wichtiger Infrastruktur dient.
Die langfristig angestrebten Renditen dieser Anlageklasse liegen gemäss der zugrunde liegenden Einschätzung zwischen 6 und 9 %.
5. Welche Pensionskassen investierten ursprünglich in diese Anlageklasse?
Historisch waren Infrastrukturinvestitionen vor allem grossen Pensionskassen und anderen institutionellen Anlegern mit entsprechenden Ressourcen vorbehalten.
Hohe Mindestanlagevolumen, die anspruchsvolle Auswahl geeigneter Investitionen sowie die Anforderungen an deren laufende Überwachung stellten insbesondere für kleinere Vorsorgeeinrichtungen Zugangshürden dar.
Mit der Entwicklung kollektiver Anlagelösungen und spezialisierter Fonds ist diese Anlageklasse heute auch für kleinere Vorsorgeeinrichtungen besser zugänglich.
6. Wie macht FCT Infrastrukturinvestitionen für ihre angeschlossenen Vorsorgewerke zugänglich?
Um den Zugang zu dieser Anlageklasse zu erleichtern, hat FCT einen Infrastruktur-Pool mit weitgehender Währungsabsicherung entwickelt.
Die Lösung kombiniert drei sich ergänzende Infrastrukturfonds und ermöglicht damit eine diversifizierte Anlage in globale Infrastruktur. Gleichzeitig ist eine Währungsabsicherung gegenüber dem Schweizer Franken von mindestens 95 % vorgesehen.
Der Infrastruktur-Pool steht unabhängig von der Grösse des Vorsorgewerks zur Verfügung. Durch die Kombination verschiedener Fonds und die Auswahl etablierter Vermögensverwalter sollen Diversifikation, langfristiges Renditepotenzial und ein kontrollierter Umgang mit den spezifischen Risiken dieser Anlageklasse miteinander verbunden werden
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FCT entwickelt flexible Lösungen für die berufliche Vorsorge, die sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen der angeschlossenen Unternehmen und Vorsorgewerke orientieren.
Ob es um die Weiterentwicklung der Anlagestrategie, die Optimierung von Kosten oder die Ausgestaltung der Vorsorgeleistungen geht: Wir unterstützen Sie gerne dabei, passende Lösungsansätze zu prüfen und auf Ihre individuellen Anforderungen abzustimmen.