Das richtige Sammelstiftungsmodell für mein KMU wählen

Wenn Sie ein Unternehmen leiten oder in einem KMU für das Personal verantwortlich sind, ist Ihnen bewusst, dass Sie und die Arbeitnehmervertreter die Aufgabe haben, ein möglichst optimales Modell der beruflichen Vorsorge zu finden. Gesucht ist eine Lösung, die zu den Zielen und der Struktur des Unternehmens passt und zugleich das Erfordernis berücksichtigt, neue Talente anzuziehen und ans Unternehmen zu binden. Die Bandbreite an Vorsorgemodellen ist gross. Jedes dieser Modelle hat seine eigenen Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile. Je nach Situation Ihres KMU fallen diese unterschiedlich stark ins Gewicht. Bevor Sie sich für eine der drei Hauptlösungen entscheiden – firmeneigene Stiftung, Vollversicherung oder teilautonome Lösung –, sollten Sie daher gründliche Überlegungen anstellen.

Firmeneigene Stiftung vs. Vollversicherung vs. Teilautonome Lösung

Eine firmeneigene Stiftung eignet sich nicht für KMU, da diese in der Regel nicht gross genug sind, um die laufenden Kosten zu tragen und sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Auflagen zu erfüllen. Hingegen bietet die Vollversicherungslösung zwar den Vorteil eines umfassenden Schutzes zugunsten der Versicherten, eignet sich aber nur für Unternehmen, die bereit sind, für diese weitreichende Garantie höhere Prämien zu zahlen. Hinzu kommt, dass die Versicherungsgesellschaft das Vermögen der Versicherten nur unter sehr konservativen Anlagevorschriften verwalten darf und die Renditechancen daher begrenzt sind. Daher entscheiden sich heute viele KMU für die teilautonome Lösung, bei der sie sich einer Sammelstiftung anschliessen.

 

Sammelstiftungen: Gemeinsame vs. Individuelle Anlagestrategien

Sammelstiftungen lassen sich in zwei grosse Kategorien einteilen: Zum einen gibt es Sammelstiftungen mit einer gemeinsamen Anlagestrategie und zum anderen die sogenannten «reinen» Sammelstiftungen. Worin unterscheiden sich diese beiden Modelle, und wie können Sie herausfinden, welches Modell sich für Ihr KMU am besten eignet? Hier einige Lösungsansätze, die für Ihre Entscheidung hilfreich sein können.

Bei einer Sammelstiftung mit gemeinsamer Anlagestrategie bildet Ihr KMU mit den anderen angeschlossenen Unternehmen ein Versicherungskollektiv für die berufliche Vorsorge. Das Vermögen aller Kassen wird gepoolt und entsprechend einer gemeinsamen Anlagestrategie investiert. Auch der Deckungsgrad und die technischen Parameter sind für alle angeschlossenen Unternehmen identisch. Der Hauptvorteil dieser Lösung liegt für das Unternehmen also in der einfachen Handhabung, da ein Grossteil der Entscheidungen an den Stiftungsrat delegiert wird. Handkehrum ist hier die Wahlfreiheit eingeschränkt – der Handlungsspielraum des Unternehmens punkto individueller und bedürfnisorientierter Gestaltung seiner beruflichen Vorsorgelösung ist kleiner.

Hingegen verfügt beim Modell der «reinen» Sammelstiftung (wie sie die FCT als «firmeneigene Lösung» anbietet) jedes angeschlossene Unternehmen über sein eigenes Vorsorgewerk. Dies bedeutet, dass die Vermögenswerte der Unternehmen getrennt sind, sodass jedes Unternehmen eine «massgeschneiderte Strategie» wählen kann. Das Unternehmen geniesst also nahezu die gleiche Autonomie und Flexibilität wie mit einer unternehmenseigenen Stiftung, untersteht dabei jedoch immer der Aufsicht des Stiftungsrats. Jede Kasse hat ihren eigenen Deckungsgrad und kann ihre Anlagestrategie, die Verzinsung des Altersguthabens, den Umwandlungssatz oder auch die Wahl der Finanz- und Rückversicherungsdienstleister selbständig festlegen. Diese Lösung eignet sich daher besonders für jene Unternehmen, die möglichst alle Vorteile der beruflichen Vorsorge nutzen möchten – insbesondere in Sachen Flexibilität. Die Mitglieder der paritätischen Vorsorgekommission beteiligen sich daher an wichtigen Entscheidungen und werden von den Key Account Managern unterstützt, für die die Kundennähe ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist.

 

Zusammenfassung 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl einer optimalen Lösung für die berufliche Vorsorge von vielen Faktoren abhängt, die für jedes KMU unterschiedlich sind. Ein Patentrezept gibt es nicht, und auch keine gute oder schlechte Wahl. Jedes Unternehmen muss seine Grösse, seine Prioritäten und auch das Profil seiner Mitarbeitenden berücksichtigen und dann für sich entscheiden, welches Modell am besten passt.

 

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